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- Ein Bundesminister verlässt die Festveranstaltung der Berlinale 2026.
- Der CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann sieht Antisemitismus. Der Berliner OB sieht Antisemitismus, Israel- und Judenhass.
- Der Antisemitismusbeauftragte des Landes Hessen, der kürzlich noch gegen die Jüdische stimme gehetzt hatte, schließt sich an.
- tagesschau, BILD, WELT.de und Co. kommentieren: "Antisemitismus", "Israel-Hetze".
- Der Antisemitismusbeauftragte des Landes Hessen, der kürzlich noch gegen die Jüdische stimme gehetzt hatte, schließt sich an.
- Konsequenzen werden laut. Das Strafrecht sei gut aufgestellt, um antisemitische Äußerungen zu ahnden, wird EX-Bundesjustizminister Marco Buschmann zitiert.
- Nachrichten/Gerüchte erscheinen, dass die Leiterin der Berlinale gefeuert werden soll.
- Politiker verlangen Strafverfolgung oder Abschiebung.
- Angeblich soll der Staatschutz ermitteln.
- Der Regierende Bürgermeister Kai Wegener begrüßte die geplante Weiterführung der Gespräche über die Ausrichtung der Berlinale.
Was er damit meinte, ist eindeutig:
Eine Zensur nicht findet statt.
Soweit zum Zustand der deutsche Demokratie.
Ich möchte mich gerne gerne bedanken.
Ich bin glücklich, hier zu sein und einen Preis erhalten zu haben.
Aber ich bin Palästinenser. Daher muss ich diesen Moment nutzen, um über Palästina zu sprechen.
Und ich habe nicht das Glück wie Tricia, über eine Filmvorführung zu sprechen.
Daher muss ich leider von einem Blatt Papier ablesen.
Ich stand unter großem Druck, in Berlin teilzunehmen, nur um hier zu stehen und zu sagen:Die Palästinenser werden frei sein
und eines Tages werden wir ein großartiges Filmfestival
mitten in Gaza und mitten in anderen palästinensischen Städten haben.
Unser Festival wird sich solidarisch zeigen mit den Menschen,
die unter Belagerung, Besatzung und Diktaturen auf der ganzen Welt leben.
Wir werden über Politik sprechen bevor wir über Kino sprechen.
Wir werden über Widerstand vor Kunst sprechen.
Über Freiheit vor Schönheit und über den Menschen vor Kultur.
Der lang ersehnte Tag kommt.
Und wenn die Leute euch fragen, was passiert ist,
sagt ihnen, dass Palästina sich erinnert.
Wir werden uns an alle erinnern, die uns zur Seite standen,
und wir werden uns an alle erinnern, die sich gegen uns gestellt haben,
gegen unser Recht, in Würde zu leben
oder die sich für das Schweigen entschieden haben.
Einige Leute haben mir gesagt, dass ich vielleicht vorsichtig sein sollte,
bevor ich sage, was ich jetzt sagen möchte,
weil ich ein Flüchtling in Deutschland bin und es so viele rote Linien gibt,
aber das ist mir egal.
Mir liegt mein Volk am Herzen, mir liegt Palästina am Herzen.
Deshalb werde ich der deutschen Regierung mein letztes Wort sagen:
Ihr seid Komplizen des Völkermords Israels in Gaza.
Ich glaube, ihr seid intelligent genug, um diese Wahrheit zu erkennen.
Aber ihr entscheidet euch, euch nicht darum zu kümmern.
Ein freies Palästina von jetzt an bis zum Ende der Welt.
- Grundgesetz, Artikel 5
- https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/berlinale-eklat-100.html
- https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/tricia-tuttle-berlinale-100.html
- https://www.fdp.de/antisemitismus-muss-konsequenzen-haben
- https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/polizei-ermittelt-nach-antisemitismus-skandal/
https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/wegner-berlinale-darf-nicht-fuer-propaganda-genutzt-werden/ - Grundgesetz, Artikel 5
- Zentralrat der Juden Deutschlands bei DLF
- Bildrechte: Urschrift des deutschen Grundgesetzes von 1949, gemeinfrei lt. wikipedia.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Urschrift_des_Grundgesetzes_(autograph_of_the_German_Constitution_of_1949).pdf