Er hetzt gegen die Jüdische Stimme, ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin. Ist er auch deswegen ein Antisemit?
Klar und deutlich: Nein !
Aber warum?
Seine Vorwürfe gegen den Verein lauten:
- hetzt gegen Israel
- ruft zu weltweiter Intifada auf
- legitimiert Gewalt
- Stimme des Hasses
- hetzt gegen Völkerverständigung
- unterstützt Gewaltaufrufe
- Verein so schnell wie möglich verbieten
Im Gegensatz zur Hetze von Herrn Becker sind die Äußerungen der Jüdischen Stimme von großer Sachlichkeit und Aufrichtigkeit. Der Grund von Beckers Hetze: Die Jüdische Stimme kritisiert Israel und seine Politik gegenüber der palästinensischen Urbevölkerung: Vertreibung, Besatzung, Apartheid, Völkermord - nicht in unserem Namen ziert den Header ihrer Internetseite. Sie treten ein für einen gerechten Ausgleich zwischen Palästinensern und Israelis. Ihr vollständiger Name: Jüdische stimme für einen gerechten Frieden in Nahost. Aber das ist nicht deutsche Staatsräson und deshalb muss die Jüdische Stimme zur Räson gebracht werden.
Diese Sprache und die Umbenennung von "Kritik" zu "Hetze" gab es schon einmal in Deutschland. Das brisante an diesem wirklichen Fall von Antisemitismus in Gestalt von Hetze gegen Juden ...
Uwe Becker ist der sog. Antisemitismus-Beauftragte des Landes Hessen - offiziell Beauftragter der Hessischen Landesregierung für Jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus.
Das ist schon echt voll krass: der antisemitische Antisemitismus-Beauftragte. Aber das ist nur scheinbar ein
Oxymoron.
Er hetzt gegen Juden. Aber ein Antisemit ist er nicht. Wie geht das?
Ganz einfach. man halte sich strikt an die Definition, die der Bundesbeauftragte für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus für uns bereit hält: Wer sich über jüdische Menschen eine Meinung bildet, die von ihrem Judentum abgeleitet wird anstatt von ihrem konkreten persönlichen Verhalten, handelt antisemitisch.
Und da Herr Becker die Jüdische Stimme nicht kritisiert, weil sie jüdisch ist, sondern weil sie sich von Israels Verbrechen an den Palästinensern distanziert. Dort heißt es: "Nicht in unserem Namen".
Die Hetze im Wortlaut:
„Wer fast täglich gegen Israel hetzt und dieses Land als Terrorstaat verunglimpft, wer zur weltweiten Intifada aufruft und damit Gewalt legitimiert, der sollte in Deutschland verboten werden auch wenn er sich unter einem friedlichen Namen verkleidet. Der Verein „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ ist keine Stimme des Friedens, sondern eine Stimme des Hasses, die auch vom Bundesamt für Verfassungsschutz als gesichert extremistisch eingestuft wird. Es ist unerträglich, dass solche antisemitische Hetze auch noch als gemeinnützig in Deutschland betrieben werden kann. Und wer in dieser Weise gegen die Völkerverständigung hetzt und Gewaltaufrufe unterstützt, gehört verboten. Und der Bund sollte diesen Verein so schnell wie möglich verbieten.“, forderte heute der Hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker.
Quelle: https://staatskanzlei.hessen.de/presse/wer-gegen-die-voelkerverstaendigung-hetzt-und-gewaltaufrufe-unterstuetzt-gehoert-verboten
Wir drucken die Worte hier ab, weil wir befürchten, dass irgendwann die Pressemitteilung von Herrn Becker nicht mehr im Netz ist.
Quellen:
- Die Hetze auf der Internetseite des Antisemitenjägers
- Steckbrief des Antisemitenjägers
- Die Stellungnahme der Jüdischen Stimme
- Eine Petition für die Unterstützung der Jüdischen Stimme
- Bildrechte: Von Stürmer-Verlag - https://phwampfler.files.wordpress.com/2012/04/stc3bcrmer.png, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34747042
Politischer Hinweis zur Verwendung des Logos "Der Stürmer": Die Vorwürfe gegen die Jüdische Stimme ist selbst gefüllt von Hass auf jüdische Aufrichtigkeit, gefüllt mit falschen Anschuldigungen, die so ungeheuerlich sind, dass sie diese Verbindung zum nationalsozialistischen Hetzblatt zulassen.
Den Mitgliedern der Jüdischen Stimme, denen der Autor dieses Artikels in der Vergangenheit begegnet ist, bescheinigt er eine ehrenhafte und unzweifelhafte Aufrichtigkeit.