Wie jemanden ehren, den weltweit Milliarden Menschen achten, der aber verboten hat, seinen Namen für öffentliche Orte zu verwenden?
fragt die Tageszeitung
Junge Welt am 15.8.2026 auf ihrer Internetseite.
Es gibt in Cuba kein Denkmal von ihm, keine Straße trägt seinen Namen. Für diese Ehrlichkeit gegenüber dem kubanischen Volk, hasst ihn das US-amerikanische Kapital, weil er dessen diktatorischen Statthalter Fulgencio Batista 1959 vom Sockel gefegt hat. Obwohl die ökonomischen Bedingungen durch ein seit über 60 Jahren bestehendes Wirtschaftsembargo für das Volk alles andere als rosig sind, hält die Mehrheit der kubanischen Bevölkerung ihrer Regierung auch nach dem Tod Fidel Castros die Treue.
Dabei stellt sich die Frage, wie man mit einer Opposition umgehen soll, wenn man weiß dass Fidel auf öffentlichen Veranstaltungen immer mit dem Rücken zur Wand stand, nie mitten im Raum. Vielleicht war es dieser Standpunkt, der ihn 300 Attentatsversuche (634 Attentatspläne oder -versuche) - die meisten aus den USA gesteuert - überstehen ließen. Die Batista-Anhänger aus der kubanischen USA-Gemeinde haben ihr Vaterland an das US-Kapital verkauft.
Opposition täte auch Kuba gut, aber nicht um den Preis, den D. Trump vorgesehen hat.
Im November 2022 setzte der russische Präsident Castro ein Denkmal. Würde Fidel noch leben, er hätte es abgelehnt zur Einweihung zu kommen.
Am 13. August 2026 war Fidels 100. Geburtstag. Kein Denkmal, aber vergessen werden wir ihn nicht! Das Ärgste, was Kuba passieren kann, sehen wir in Venezuela.
Quellen:
Junge Welt und
hier noch einmal.
Der Spiegel zur Denkmal-Einweihung in Moskau- Bildquelle: Von Unknown (Mondadori Publishers) - [1], Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=53585120